Weniger Schweiz bei SRF

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Gestern wurde publik, dass das mit Billag-Zwangsgebühren finanzierte SRF in Zukunft weniger auf „Swissness“ setzen und dafür Europa mehr ins Zentrum stellen will.

Es geht offensichtlich um politische Beeinflussung der Zuschauer. Nun zanken sich Politiker: Die einen finden das gut, die anderen nicht.

Man kann von der Swissness beim Fernsehen halten, was man will. Das Kernproblem dieses Streits ist aber einmal mehr die Billag-Zwangsgebühr. Dadurch, dass jeder in der Schweiz gezwungen wird, 462.40 Fr. für die Finanzierung von SRF zu bezahlen, wird das Schweizer Fernsehen ein Politikum.

Würden die Zwangsgebühren abgeschafft, gäbe es mehr Raum für die Medienfreiheit und Medienvielfalt, da dann die restlichen Anbieter weniger vom Quasi-Monopolisten SRG verdrängt würden. Die Konsumenten könnten jene Sender freiwillig unterstützen (z.B. durch Pay-TV), die sie sehen wollen und die ihre Bedürfnisse am besten abdecken. Andere wollen vielleicht gar nicht fernsehen und das Geld lieber für sonstige Zwecke auf die Seite legen. Die Hauptsache ist: Alle können ihren Zielen und Wünschen nachgehen. Niemand hat das Recht, jemand anderes zu zwingen, für etwas zu bezahlen, das er gar nicht will.

Deshalb: Schaffen wir die Billag-Gebühren ab; damit wir Konsumenten wieder selbst entscheiden können, für was wir unser hart erarbeitetes Geld ausgeben wollen.

 

Billag-Missverständnis

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Viele meinen, es handle sich bei den Billag-Zwangsgebühren um einen Beitrag, damit man radiohören und fernsehen kann. Das stimmt nicht.

Rund 97 Prozent der eingenommenen rund 1’300 Mio. Franken gehen alleine an die SRG. Den Rest teilen sich ein paar Privatsender und die Billag unter sich auf. Es gibt diverse Schweizer Privatsender, die keine Billag-Gebühren erhalten, beispielsweise Tele Züri oder 3+.

Werden die Billag-Gebühren abgeschafft, heisst das also nicht, dass wir nachher nicht mehr radiohören oder fernsehen können. Es heisst auch nicht, dass die SRG mitsamt ihren Sendern abgeschafft wird. Es bedeutet lediglich, dass sich die SRG – wie alle anderen Medien auch – selbst finanzieren muss und alle Bürger von den Billag-Zwangsgebühren befreit werden.

Autor: nicht verfügbar