NO SRG”-Initiative? Von wegen!

michaelbitsch

Immer wieder wird behauptet, die NO-Bil­lag-Ini­tia­tive wolle die SRG abschaf­fen. Dieser Vor­wurf ist grund­falsch.

SRG-Gen­eraldirek­tor Roger de Weck behauptete in einem Inter­view kür­zlich wider bessers Wis­sen, die No-Bil­lag-Ini­tia­tive kön­ne man auch No-SRG-Ini­tia­tive nen­nen. In die gle­iche Rich­tung stiess Nick Lüthi in einem Artikel in der «Medi­en­woche». Er betitel­te die No-Bil­lag-Ini­tianten als «SRG-Abschaf­fer».

Diese Vor­wür­fe kön­nten falscher nicht sein. Wer für die Abschaf­fung der Bil­lag-Zwangs­ge­bühren ein­tritt, ist nicht automa­tis­ch ein Geg­n­er der SRG, son­dern primär ein Ver­fechter der Frei­heit. Jed­er soll selb­st bes­tim­men kön­nen, für was er sein hart erar­beit­etes Geld ver­wen­den möchte, ohne durch den Staat bevor­mundet zu wer­den.

No-Bil­lag-Komi­teemit­glieder haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es ihnen nicht um die Abschaf­fung der SRG geht. Die SRG soll weit­er­hin existieren und Sendun­gen ausstrahlen dür­fen. Sie muss sich in Zukun­ft lediglich selb­st finanzieren – wie jedes andere Unternehmen auch.

Wie das gehen soll? Ganz ein­fach: Die SRG kön­nte sich beispiel­sweise durch die Ausstrahlung von Wer­bung finanzieren. Das hat den Vorteil, dass die aus­ges­trahlten Pro­gram­me kosten­los kon­sum­iert wer­den kön­nen. Es gibt allerd­ings auch Men­schen, die sich enorm ab Wer­bung stören. Diesen ste­ht es selb­stver­ständlich frei, bei einem entsprechen­den Anbi­eter Pay-TV-Abos zu lösen, mit welchen man wer­be­frei fernse­hen kann. Es ste­hen aber auch alter­na­tive Finanzierungsmeth­o­d­en wie etwa das Crowd­fund­ing zur Ver­fü­gung. Es ist nach der Annah­me der No-Bil­lag-Ini­tia­tive Sache der SRG, welche Finanzierungsmeth­ode (oder ein Mis­chmod­ell daraus) sie ver­wen­den möchte. Die Ini­tia­tive macht der SRG dabei kein­er­lei Vorschriften.

Haupt­sache ist, dass die unsägliche Bil­lag-Abzock­erei am Volk endlich ein Ende nimmt. Es kann nicht sein, dass uns die Bil­lag gegen unseren Wil­len Jahr für Jahr 451 Franken zur Tasche rauszieht. Damit muss Schluss sein!