NZZ: «No Billag»-Vertreter nicht auf der Gästeliste

Skan­dal: Heute wird in der SRF-Sendung “Club” über den Ser­vice pub­lic im Radio und TV-Bere­ich disku­tiert. Wie schon vor rund einem Jahr in der SRF-Are­na sind auch dieses Mal keine Vertreter der No-Bil­lag-Ini­tia­tive in die Sendung ein­ge­laden wor­den. Es disku­tieren ein­mal mehr auss­chliesslich Bil­lag-Zwangs­ge­bühren-Befür­worter unter sich. Unseres Eracht­ens erfüllt diese Herange­hensweise das Gebot der aus­ge­wo­ge­nen Berichter­stat­tung, dem SRF verpflichtet ist, nicht.

SRF ver­suchte wohl, dem Vor­wurf der Ein­seit­igkeit zu ent­ge­hen, indem man den Präsi­den­ten des Vere­ins “No-Bil­lag” zu einem Kurz-Inter­view ein­lud, von welchem ein paar Sekun­den in der Sendung einge­spielt wor­den wären. Doch nach Absprache mit dem Vor­stand des Vere­ins haben wir uns entsch­ieden, dass wir nicht für solche halbe Sachen zur Ver­fü­gung ste­hen.

Denn in Tat und Wahrheit wird den No-Bil­lag-Befür­wortern damit keine wirk­liche Teil­nahme an der Debat­te ermöglicht: Wer­den ein paar Kurzaus­sagen der No-Bil­lag-Befür­worter einge­spielt, wird der auss­chliesslich aus Zwangs­ge­bühren-Befür­wortern beste­hen­den Gespräch­srunde die bequeme Möglichkeit eingeräumt, die Ini­tia­tive zu kri­tisieren, ohne dass die No-Bil­lag-Befür­worter dazu Stel­lung nehmen kön­nten. SRF im Gegen­zug kön­nte sich in der Öffentlichkeit die Hände rein­waschen, indem man behauptet, man habe ja “No-Bil­lag” zu Wort kom­men lassen.

Auf das Ange­bot, dass wir gerne einen oder mehrere Vertreter der Volksini­tia­tive für eine voll­w­er­tige Teil­nahme an der Diskus­sion zur Ver­fü­gung stellen, die auf Augen­höhe mit­disku­tieren, ist das SRF nicht einge­treten. Es bleibt wohl also dabei, dass SRF ein­mal mehr von Eigen­in­ter­essen getrieben alles in ihrer Macht ste­hende tut, um eine echte Diskus­sion über die Bil­lag-Zwangs­ge­bühren zu unter­drück­en, wo es nur geht. Der Vere­in No Bil­lag empfind­et die Herange­hensweise von SRF, die No-Bil­lag-Ini­tianten nicht als gle­ich­w­er­tige Diskus­sion­steil­nehmer in die Club-Sendung zur wichti­gen Ser­vice pub­lic-Debat­te einzu­laden, als skan­dalös. Sie beweist damit ein­mal mehr ihre Unfähigkeit zur Unab­hängigkeit.

NZZ: «No Billag»-Vertreter nicht auf der Gästeliste