Weltwoche: SRG in Erklärungsnot

Noch ist unklar, wann die «No Billag»-Initiative vors Volk kommt. Die SRG hat ihre Gegenkampagne bereits gestartet. Mit Gebührengeldern?

Weltwoche: SRG in Erklärungsnot

Videokommentar: SRG-Lobbying auf Kosten der Gebührenzahler

Ein internes Papier der SRG gelangte an die Öffentlichkeit, welches belegt: Die SRG zieht mit hunderttausenden von Franken eine Lobbying-Offensive gegen die Initiative „JA zur Abschaffung der Billag-Zwangsgebühren“ auf. Und wir alle müssen dies mit unseren Billag-Gebührengeldern mitfinanzieren. Toll, oder? Ein Videokommentar von Olivier Kessler, Präsident des Vereins No Billag.

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KleinReport: Olivier Kessler: «Die SRG macht mit Gebührengeldern Lobbying»

Die SRG wehrt sich mit allen Mitteln und viel Geld gegen die «No Billag»-Initiative. Darum wurde eine Public-Affairs-Gruppe rund um SRG-Direktor Roger de Weck gebildet. Das Ziel der Gruppe ist klar, sie will das Ende der SRG verhindern.

KleinReport: Olivier Kessler: «Die SRG macht mit Gebührengeldern Lobbying»

AZ: Klubname «Trafögel»: So kämpft die SRG-Lobby gegen die «No-Billag-Initiative»

Interessant: Roger De Weck behauptet doch immer, „JA zur Abschaffung der Billag-Zwangsgebühr“ habe keine Chance. Doch offensichtlich hat die SRG-Spitze einen riesen Respekt vor der Abstimmung – zu Recht, da sie wissen, dass die Volksinitiative „JA zur Abschaffung der Billag-Zwangsgebühren“ breite Unterstützung aus der Bevölkerung erhält. Ein SRG-Ausschuss bekämpft mit Gebührengeld  die Initiative. Die Kampagne soll gemäss der AZ schätzungsweise weit über 500’000 Franken an Gebührengeldern kosten!

AZ: Klubname «Trafögel»: So kämpft die SRG-Lobby gegen die «No-Billag-Initiative»

Newsletter: 19. März 2017

 

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Liebe Freunde und Unterstützer,

Relaunch der Website

No-Billag hat eine neue Webseite! Ob Sie sie nun am Computer oder mit dem Tablet bzw. Handy besuchen, www.NoBillag.ch hat stets das passende Design. Sie wir laufend ausgebaut und mit Aktualitäten angereichert.

Weitere Interessenten können sich darauf für diesen Newsletter registrieren. Herzlich willkommene Spenden sind auch ganz einfach möglich.

 

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Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Entdecken der neuen Webseite! Rückmeldung und Anregungen zur neuen Seite sind herzlich willkommen!

 

Wo ein Wille, da ein Weg

Die Verantwortlichen der SRG drohen immer wieder mit dem Aus der SRG bei Annahme der Initiative „JA zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren“. Interpretieren kann man aus diesen Aussagen nur, dass es die SRG entweder gar nicht braucht, da niemand freiwillig dazu bereit sein wird, etwas für den Konsum der SRG-Programme zu bezahlen, oder aber dass sich das heutige Management nicht in der Lage sieht, sich dem freien Medienmarkt zu behaupten. Dass diese Behauptungen an den Haaren herbeigezogen sind und sich die SRG durchaus behaupten könnte, zeigt ein lesenswerter Artikel in der NZZ mit dem Titel „No-Billag“ heisst „Yes SRG“ des Fachjournalisten für Medien, Christoph J. Walther. Um das klarzustellen: Das No-Billag Komitee wird die Volksinitiative bei einem allfälligen Gegenvorschlag nicht zurückziehen, denn über 150’000 Leute haben uns den Auftrag gegeben, die Initiative «JA zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» vors Volk zu bringen. Trotzdem zeigt der Artikel auf sachliche Weise die Chancen auf, welche unsere Volksinitiative eröffnet.

Weil der Artikel viele neue Argumente in die Diskussion einbringt, können Sie ihn nachfolgend in voller Länge lesen:

Falls das Volk der «No Billag»-Initiative zustimmen wird, wird die SRG zu einem gewöhnlichen Medienunternehmen, das sich am Markt bewähren muss. Die Landesregierung zeigt hier wenig Vertrauen in die Bevölkerung und das Ansehen der SRG. Sie geht davon aus, dass es bei einem Wegfall der Radio- und Fernsehgebühren keinerlei Zahlungsbereitschaft geben werde und die SRG sich in einem solchen Szenario einzig mit Werbeeinnahmen durchbringen müsste. Offenbar machen sich in den Machtetagen ein schlechtes Gewissen und die Angst breit, dass die während Jahrzehnten mit Zwangsabgaben Geknechteten und von Billag-Kontrolleuren Geplagten in Massen zu König RTL und anderen fremden TV-Fürsten überlaufen würden.

Das Gegenteil ist wahrscheinlicher. Die SRG-Unternehmen, vorab SRF, RTS und RSI, sind bei der Bevölkerung gut verankert und geniessen viel Goodwill. Seit Jahren belegen Studien zur Nutzung und Bewertung der Schweizer Radio- und Fernsehprogramme im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation hohe Akzeptanzwerte der SRG-Angebote im Bereich von 80 Prozent – insbesondere hinsichtlich Professionalität, Informationsgehalt und Glaubwürdigkeit. Auch sonst sind die SRG-Unternehmen gut aufgestellt, verfügen sie doch über eine hervorragende Infrastruktur und beste Mitarbeiter.

 Ein privates Gebührenmodell

 Eine gebührenfreie SRG wird also vorab Wege finden müssen, Beiträge beim Publikum einfach und wirksam einsammeln zu können. Hier hilft die gute Verkabelung in der Schweiz, wo Swisscom-TV und die Kabelnetzbetreiber, vorab UPC, zusammen auf eine Reichweite von über 90 Prozent kommen. Der SRG muss es nur gelingen, dass ihre Programme im Bündel mit dem Grundangebot verkauft werden. Wer weiterhin «den Schweizer» schauen will, bezahlt eine etwas höhere Monatsgebühr für seinen Anschluss. Wer darauf verzichten will, muss einfach auf ein Alternativangebot wechseln können.

 Technisch gesehen, lässt sich ein solches Vorgehen forcieren, indem die SRG-Programme verschlüsselt übertragen werden. Das ist bewährte Praxis, um Pay-TV-Zusatzangebote zu verkaufen. Auch die drahtlose Verbreitung über DVB-T würde verschlüsselt erfolgen; die meisten Empfänger müssten dann mit einer Set-Top-Box ergänzt werden. Dienste wie Zattoo oder Wilmaa können solche Vorgaben ebenfalls umsetzen und dabei neue Kunden gewinnen.

 Ein Grossteil des Publikums wird den SRG-Programmen die Treue halten. Viele dürften sich unter einem sozialen Druck fühlen, die Schweizer Programme abonniert zu haben, um im Kollegen- und Verwandtenkreis weiterhin im Bild zu sein und nicht als «unschweizerisch» dazustehen.

 Diese SRG-Kunden werden verstehen und es erwarten, dass auch eine kommerzielle SRG ihren Wurzeln treu bleibt und in allen Landesteilen weiterhin ein adäquates Programm anbietet. Dass dabei die Angebote in der Westschweiz und im Tessin aus der Deutschschweiz SRG-intern quersubventioniert werden, wird Konsumenten etwa so interessieren wie der Anteil für Grundlagenforschung, der im Zahnpastapreis einkalkuliert ist. Die SRG wird so weiterhin zum Zusammenhalt der vier Landesteile beitragen und ihr Alleinstellungsmerkmal, ihre Swissness, wo immer möglich betonen. Sponsoren werden Wert darauf legen, sich mit diesem guten Ansehen zu verbinden und die Produktion passender Sendungen unterstützen.

Mehr Marketingfreiheiten

Um ihren Erfolg am Markt zu steigern, wird die SRG tun können, was ihr bisher weitgehend verwehrt blieb: zeitgemässes Marketing zu betreiben. Das betrifft vorab die Produkt- und Preisgestaltung, wo flexibel und agil auf neue Bedürfnisse eingegangen werden kann, ohne wie bisher erst die Genehmigung der Konzessionsbehörde zu brauchen. Auch bei der Markenpflege und der Werbung wird Neues möglich. Chancen eröffnen sich ferner in der Unternehmensstrategie, wo ungehindert neue Wachstumsfelder erschliessbar werden. Es wird möglich, über Kooperationen zu expandieren, sowohl im Inland wie auch im Ausland.

Dass andere Player eine markante Rolle einnehmen werden, ist unwahrscheinlich. Ausländische Sender schöpfen bereits mit minimalem Aufwand über die Werbefenster Geld ab und sind wohl nicht motiviert, ihr Engagement im publizistischen Bereich zu vergrössern, denn sie werden kaum entsprechend bessere Werbeeinnahmen erzielen. Und einheimische Medienhäuser sind im audiovisuellen Bereich einzig in Nischen unterwegs und vermögen aus eigener Kraft kaum ein valables Konkurrenzangebot auf die Beine zu stellen.

Deshalb sind Kooperationen in unterschiedlichster Ausgestaltung das Gebot der Stunde. Es wird interessant sein zu beobachten, inwiefern traditionelle schweizerische Medienhäuser es schaffen, von ihrer lange gehegten Anti-SRG-Haltung abzurücken und situativ Kooperationen einzugehen. Die Admeira-Kooperation der SRG mit Swisscom und Ringier im Werbebereich wäre so betrachtet ein erstes modellhaftes Beispiel.

Hilfe für einzelne Produktionen

Mit einem Gegenvorschlag liesse sich die «No Billag»-Initiative in zwei Punkten verbessern und könnten ihre Chancen beim Stimmvolk erhöht werden: Weil der schweizerische Medienmarkt unter dem «Fluch des kleinen Marktes» leidet, ist es oft schwierig, gute Medienproduktionen über Werbung, Sponsoring und Gönner zu finanzieren. Deshalb erscheint es sinnvoll, dem Bund die Kompetenz einzuräumen, einzelne Medienproduktionen zu unterstützen, und zwar bis zu maximal einem Viertel der Kosten.

Ein solches Vorgehen hat sich in Neuseeland seit langem bewährt: Die entsprechende Kommission (NZ On Air) besteht nur aus sechs Mitgliedern. Sie kommt nur dann zum Zug, wenn Sponsoren und Werbetreibende die vorgeschlagenen Inhalte als wertig wahrgenommen haben und einen massgeblichen Teil der Finanzierung sicherstellen. Das erleichtert die Auswahl. Die Leistungskontrolle beschränkt sich auf den Nachweis der vereinbarten Verbreitung. Bereits heute gibt es mit Art. 71 der Bundesverfassung die Filmförderung, die eng mit der SRG und mit Gebührengeldern verknüpft ist und deshalb bei einer Annahme neu zu regeln wäre. Damit kann gleichzeitig der Aufgabenbereich für einen staatlich geförderten Service public im gesamten Medienbereich abgesteckt werden.

Eine Übergangslösung

Zudem erscheint es angebracht, die Initiative mit einer Übergangsregelung zu ergänzen, um einen abrupten Einschnitt zu verhindern. Falls nötig, kann betroffenen Medienunternehmen geholfen werden, neue Kompetenzen und Kooperationen aufzubauen, bestehende langfristige Verträge einzuhalten oder neu zu verhandeln. Damit kein Dauerzustand daraus wird, hält der Gegenvorschlag die Dauer (fünf Jahre) fest und verlangt, dass die Unterstützung über die Zeit abnimmt.

Je länger die SRG am Rockzipfel von Mutter Helvetia hängt und nicht von Zwangsgebühren entwöhnt wird, desto schwieriger wird der längerfristig unausweichliche Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit und zu einem auch künftig erfolgreichen Unternehmen.

 

Unterstützen Sie die Initiative «JA zur Abschaffung der Billag-Zwangsgebühren»

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Die No-Billag-Initiative gelangt voraussichtlich Ende 2017 oder 2018 zur Abstimmung. Bis zu diesem Abstimmungstermin gibt es noch viel zu tun. Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen, um gegen die Übermacht aus SRG, Billag, Serafe, Politik und weiteren Profiteuren des heutigen Zwangsgebührensystems antreten und eine schlagkräftige Abstimmungskampagne zur Überzeugung der Stimmbürger führen zu können. Denken Sie daran, es geht auch darum, dass jeder Haushalt jährlich 450 Franken sparen kann!

Was halten Sie von folgendem Vorschlag: Sie lassen uns eine Spende in der Höhe von einer oder zwei Billag-Jahresbeiträgen zukommen – und wir werden im Gegenzug alles dafür geben, dass Sie in Zukunft nie mehr dazu gezwungen werden, Billag-Gebühren zu bezahlen? Klingt das fair? Falls ja, dürfen Sie diesen Deal gerne besiegeln, indem Sie uns eine Spende gemäss Angaben auf unserer Webseite zukommen lassen. Natürlich dürfen Sie uns auch kleinere oder grössere Beiträge spenden. Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich im Voraus.

Falls Sie weitere Informationen wünschen oder Anregungen haben, dürfen Sie uns gerne unter [email protected] kontaktieren.

Mit freundlichen Grüssen,

Ihr «JA zur Abschaffung der Billag-Zwangsgebühren» – Team

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NZZ Feuilleton: «No Billag» heisst «Yes, SRG»

Die Verantwortlichen der SRG drohen immer wieder mit dem Aus der SRG bei Annahme der Initiative „JA zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren“. Interpretieren kann man aus diesen Aussagen nur, dass es die SRG entweder gar nicht braucht, da niemand freiwillig dazu bereit sein wird, etwas für den Konsum der SRG-Programme zu bezahlen, oder aber dass sich das heutige Management nicht in der Lage sieht, sich dem freien Medienmarkt zu behaupten. Dass diese Behauptungen an den Haaren herbeigezogen sind und sich die SRG durchaus behaupten könnte, zeigt ein lesenswerter Artikel in der NZZ mit dem Titel „No-Billag“ heisst „Yes SRG“ des Fachjournalisten für Medien, Christoph J. Walther. Um das klarzustellen: Das No-Billag Komitee wird die Volksinitiative bei einem allfälligen Gegenvorschlag nicht zurückziehen, denn über 150’000 Leute haben uns den Auftrag gegeben, die Initiative «JA zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» vors Volk zu bringen. Trotzdem zeigt der Artikel auf sachliche Weise die Chancen auf, welche unsere Volksinitiative eröffnet.

Weil der Artikel viele neue Argumente in die Diskussion einbringt, können Sie ihn nachfolgend in voller Länge lesen: Originaldokument

„NO SRG“-Initiative? Von wegen!

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Immer wieder wird behauptet, die NO-Billag-Initiative wolle die SRG abschaffen. Dieser Vorwurf ist grundfalsch.

SRG-Generaldirektor Roger de Weck behauptete in einem Interview kürzlich wider bessers Wissen, die No-Billag-Initiative könne man auch No-SRG-Initiative nennen. In die gleiche Richtung stiess Nick Lüthi in einem Artikel in der «Medienwoche». Er betitelte die No-Billag-Initianten als «SRG-Abschaffer».

Diese Vorwürfe könnten falscher nicht sein. Wer für die Abschaffung der Billag-Zwangsgebühren eintritt, ist nicht automatisch ein Gegner der SRG, sondern primär ein Verfechter der Freiheit. Jeder soll selbst bestimmen können, für was er sein hart erarbeitetes Geld verwenden möchte, ohne durch den Staat bevormundet zu werden.

No-Billag-Komiteemitglieder haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es ihnen nicht um die Abschaffung der SRG geht. Die SRG soll weiterhin existieren und Sendungen ausstrahlen dürfen. Sie muss sich in Zukunft lediglich selbst finanzieren – wie jedes andere Unternehmen auch.

Wie das gehen soll? Ganz einfach: Die SRG könnte sich beispielsweise durch die Ausstrahlung von Werbung finanzieren. Das hat den Vorteil, dass die ausgestrahlten Programme kostenlos konsumiert werden können. Es gibt allerdings auch Menschen, die sich enorm ab Werbung stören. Diesen steht es selbstverständlich frei, bei einem entsprechenden Anbieter Pay-TV-Abos zu lösen, mit welchen man werbefrei fernsehen kann. Es stehen aber auch alternative Finanzierungsmethoden wie etwa das Crowdfunding zur Verfügung. Es ist nach der Annahme der No-Billag-Initiative Sache der SRG, welche Finanzierungsmethode (oder ein Mischmodell daraus) sie verwenden möchte. Die Initiative macht der SRG dabei keinerlei Vorschriften.

Hauptsache ist, dass die unsägliche Billag-Abzockerei am Volk endlich ein Ende nimmt. Es kann nicht sein, dass uns die Billag gegen unseren Willen Jahr für Jahr 451 Franken zur Tasche rauszieht. Damit muss Schluss sein.

„Billag-Gebühren sind Gift für Medienlandschaft.“

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Im Interview mit „No Billag“ äussert sich der Verleger und Chefredaktor der Weltwoche deutlich. Die Billag-Gebühren gehörten abgeschafft.

No Billag: Mit der Bekanntgabe Ihrer Nationalratskandidatur werden Sie sich wahrscheinlich nicht viele Freunde gemacht haben. Wie gehen Sie mit den Anfeindungen gegen Ihre Person um?

Roger Köppel: Ich hatte eher sehr viele und sehr positive Reaktionen. Ich hatte das so nicht erwartet. Es werden sicher auch noch Anfeindungen kommen. Aber das ist doch nicht wichtig. Wer sich über mich aufregt, dem sage ich: Er muss mich ja nicht wählen. Und niemand wird ihn zwingen, meine Ansichten gut zu finden.

No Billag: Auch wird niemand gezwungen, die Weltwoche zu abonnieren. Ganz anders hingegen bei der SRG, deren Programme alle mit Zwangs-Gebühren mitfinanzieren müssen. Befürworten Sie die Abschaffung der Billag-Gebühr, so wie es die Volksinitiative der bürgerlichen Jungparteien fordert?

Roger Köppel: Zu den technischen Details der Initiative kann ich mich nicht kompetent äussern. Vom Grundgedanken her aber befürworte ich die Forderung sehr. Medien dürfen nicht vom süssen Subventionsgift des Staates abhängig gemacht werden, sonst können sie die Classe politique nicht mehr unabhängig kritisieren. Würde die Weltwoche von staatlichen Subventionen leben, wären wir gefangen und nicht mehr in der Lage, kritisch und unabhängig zu berichten. Die Billag-Gebühren sind Gift für die Schweizer Medienlandschaft.

No Billag: In einem seiner ersten Vorstösse im Jahr 2000 forderte Neo-Nationalrat und heutiger Weltwoche-Kolumnist Christoph Mörgeli, die SRG solle sich – wie alle anderen Unternehmen auch – selbst finanzieren. Danach wurde er in Sendungen der SRG mit unbewiesenen Vorwürfen öffentlich blossgestellt und sogar zum Rücktritt aufgefordert. Wie mächtig ist die SRG?

Roger Köppel: Die SRG ist übermächtig. Regelmässig missbraucht sie ihre enorme Macht, indem sie ihr unliebsame Personen oder Unternehmen an den Pranger stellt. Die staatlich geförderten SRG-Journalisten dürfen jetzt sogar stasimässig mit versteckter Kamera herumschnüffeln, wie dieses unsägliche Urteil des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte anscheinend festhält. Ich staune immer wieder, wie Rundschau-Moderator Brotz zum Rambo mutiert, wenn ihm ein Christoph Mörgeli vors Mikrophon gerät. Interviewt er dann aber eine Finanzministerin oder einen Bundesrat Burkhalter, wird er zahm wie ein Lämmchen. Dafür soll ich jetzt dann auch noch als Unternehmer und Privatperson Steuern zahlen müssen?

Autor: No Billag

Weniger Schweiz bei SRF

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Gestern wurde publik, dass das mit Billag-Zwangsgebühren finanzierte SRF in Zukunft weniger auf „Swissness“ setzen und dafür Europa mehr ins Zentrum stellen will.

Es geht offensichtlich um politische Beeinflussung der Zuschauer. Nun zanken sich Politiker: Die einen finden das gut, die anderen nicht.

Man kann von der Swissness beim Fernsehen halten, was man will. Das Kernproblem dieses Streits ist aber einmal mehr die Billag-Zwangsgebühr. Dadurch, dass jeder in der Schweiz gezwungen wird, 462.40 Fr. für die Finanzierung von SRF zu bezahlen, wird das Schweizer Fernsehen ein Politikum.

Würden die Zwangsgebühren abgeschafft, gäbe es mehr Raum für die Medienfreiheit und Medienvielfalt, da dann die restlichen Anbieter weniger vom Quasi-Monopolisten SRG verdrängt würden. Die Konsumenten könnten jene Sender freiwillig unterstützen (z.B. durch Pay-TV), die sie sehen wollen und die ihre Bedürfnisse am besten abdecken. Andere wollen vielleicht gar nicht fernsehen und das Geld lieber für sonstige Zwecke auf die Seite legen. Die Hauptsache ist: Alle können ihren Zielen und Wünschen nachgehen. Niemand hat das Recht, jemand anderes zu zwingen, für etwas zu bezahlen, das er gar nicht will.

Deshalb: Schaffen wir die Billag-Gebühren ab; damit wir Konsumenten wieder selbst entscheiden können, für was wir unser hart erarbeitetes Geld ausgeben wollen.

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Autor: nicht verfügbar

Konzeptlose Billag-Befürworter

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Das Podium der SRG-Zentralschweiz vom 3. März 2015 mit dem Titel «Billag-Gebühren – Abzocke oder Solidarität?» brachte hervor, dass die Befürworter der Billag-Zwangs-Gebühren keine echten, stichhaltigen Argumente vorzuweisen haben.

Unter der Leitung von SRF-Club-Moderatorin Karin Frei kreuzten sich am 3. März 2015 Gegner und Befürworter der Billag-Zwangs-Gebühren im Burgbachsaal in Zug die Klingen. Olivier Kessler, Co-Präsident des «No Billag»-Initiativkomitees, vertrat dezidiert die Meinung, dass die Billag-Gebühren abgeschafft gehören, weil jeder seine Bedürfnisse und Wünsche selbst am besten kenne. Es mache deshalb keinen Sinn, dass der Staat die Bürger zwingt, ihr hart erarbeitetes Geld für Sachen auszugeben, die sie unter Umständen gar nicht in Anspruch nehmen möchten. Nicht für alle Menschen hat der Konsum von SRG-Programmen am Radio und Fernsehen derart hohe Priorität. Vielleicht würden die Menschen von ihrem Geld lieber etwas mehr auf die hohe Kante legen, Zeitungen und Bücher lesen, in die Ferien gehen, Bedürftige unterstützen oder in Bildung investieren. Das soll jedem selbst überlassen sein.

Der Zuger Ständerat Peter Bieri, selbst Befürworter der Billag-Zwangs-Gebühr, meinte darauf hin, es wäre für den nationalen Zusammenhalt eine Katastrophe, wenn die Billag-Gebühr nicht mehr per Zwang aus den Taschen der Bürger gezogen würde. Programme und Sender für sprachliche Minderheiten seien dann nicht mehr finanzierbar, weil der Markt dafür zu klein sei. Kessler konterte, das könne gar niemand im Voraus wissen, da man ansonsten in die Köpfe aller Menschen schauen und so herausfinden müsste, ob Sie bereit wären, sprach-regionale private Sender zu unterstützen. Er sei der Meinung, dass durchaus eine Nachfrage vorhanden sei – so wie es auch einen Markt für Lokalzeitungen gäbe. Auch müsse man ja nicht zwingend wie heute eine Luxus-Lösung von 18 Radio- und 8 Fernsehsendern anstreben, auf denen jeden Tag ein 24-Stunden-Programm läuft. Ständerat Bieri reagiert – mit diesen Tatsachen konfrontiert – etwas eingeschnappt und beharrte, ohne weitere Argumente zu nennen, darauf, eine Abschaffung der Billag-Gebühren schade dem nationalen Zusammenhalt.

Die Luzerner Nationalrätin Yvette Estermann konterte: «Der nationale Zusammenhalt hängt doch nicht davon ab, ob wir vor dem Fernsehen sitzen?» Ständerat Bieri, langsam aus dem Konzept fliegend, attackierte daraufhin Frau Estermann und bezichtigte sie wegen ihren slowakischen Wurzeln, nichts von der Schweiz zu verstehen. Damit holte er sich im Publikum keine Sympathien. Kessler fragte Bieri rhetorisch, ob es denn wirklich dem nationalen Zusammenhalt diene, wenn ein Genfer seine lokalen Staunachrichten im Radio auf Französisch höre. «Fühlt er sich dadurch einem Zuger wirklich emotional verbundener?» Die Billag-Gebühr führe vielmehr zu einem Verteilungskampf, wer welchen Anteil des Gebührentopfs ergattern könne. Das schade sogar dem nationalen Zusammenhalt. Die Billag-Gebühren-Gegner erhielten an diesem Abend deutlich mehr Applaus – obwohl es sich quasi um ein Heimspiel der SRG handelte.

Eines wurde an diesem Abend klar: Reich an stichhaltigen Argumenten sind die Befürworter des Billag-Gebühren-Zwangs nicht. Vielmehr geht es um die Verteidigung von Pfründen. Die SRG will auch weiterhin als Quasi-Monopolistin echte Konkurrenz neben sich verhindern, während Politiker zum Zwecke ihrer Wiederwahl auf die Plattformen der SRG angewiesen sind und sich nicht wagen, die heutige Zwangs-Gebührenordnung anzugreifen. Damit verteidigen Sie Eigeninteressen, anstatt als Volksvertreter die Interessen des Volkes wahrzunehmen, welches genug von überteuerten Gebühren hat und gern wieder mehr Geld zum Leben hätte. Bleibt zu hoffen, dass bis Dezember 2015 genügend Unterschriften für die No-Billag-Initiative zusammenkommen.

Autore: No Billag