Newsletter: 19. März 2017

 

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Liebe Fre­unde und Unterstützer,

Relaunch der Website

No-Bil­lag hat eine neue Web­seite! Ob Sie sie nun am Com­put­er oder mit dem Tablet bzw. Handy besuchen, www.NoBillag.ch hat stets das passende Design. Sie wir laufend aus­ge­baut und mit Aktu­al­itäten angereichert.

Weit­ere Inter­essen­ten kön­nen sich darauf für diesen Newslet­ter reg­istri­eren. Her­zlich willkommene Spenden sind auch ganz ein­fach möglich.

 

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Wir wün­schen Ihnen viel Spass beim Ent­deck­en der neuen Web­seite! Rück­mel­dung und Anre­gun­gen zur neuen Seite sind her­zlich willkommen!

 

Wo ein Wille, da ein Weg

Die Ver­ant­wortlichen der SRG dro­hen immer wieder mit dem Aus der SRG bei Annahme der Ini­tia­tive “JA zur Abschaf­fung der Radio- und Fernse­hge­bühren”. Inter­pretieren kann man aus diesen Aus­sagen nur, dass es die SRG entwed­er gar nicht braucht, da nie­mand frei­willig dazu bere­it sein wird, etwas für den Kon­sum der SRG-Pro­gramme zu bezahlen, oder aber dass sich das heutige Man­age­ment nicht in der Lage sieht, sich dem freien Medi­en­markt zu behaupten. Dass diese Behaup­tun­gen an den Haaren her­beige­zo­gen sind und sich die SRG dur­chaus behaupten kön­nte, zeigt ein lesenswert­er Artikel in der NZZ mit dem Titel “No-Bil­lag” heisst “Yes SRG des Fachjour­nal­is­ten für Medi­en, Christoph J. Walther. Um das klarzustellen: Das No-Bil­lag Komi­tee wird die Volksini­tia­tive bei einem allfäl­li­gen Gegen­vorschlag nicht zurückziehen, denn über 150’000 Leute haben uns den Auf­trag gegeben, die Ini­tia­tive «JA zur Abschaf­fung der Radio- und Fernse­hge­bühren» vors Volk zu brin­gen. Trotz­dem zeigt der Artikel auf sach­liche Weise die Chan­cen auf, welche unsere Volksini­tia­tive eröffnet.

Weil der Artikel viele neue Argu­mente in die Diskus­sion ein­bringt, kön­nen Sie ihn nach­fol­gend in voller Länge lesen:

Falls das Volk der «No Billag»-Initiative zus­tim­men wird, wird die SRG zu einem gewöhn­lichen Medi­enun­ternehmen, das sich am Markt bewähren muss. Die Lan­desregierung zeigt hier wenig Ver­trauen in die Bevölkerung und das Anse­hen der SRG. Sie geht davon aus, dass es bei einem Weg­fall der Radio- und Fernse­hge­bühren kein­er­lei Zahlungs­bere­itschaft geben werde und die SRG sich in einem solchen Szenario einzig mit Wer­beein­nah­men durch­brin­gen müsste. Offen­bar machen sich in den Machte­ta­gen ein schlecht­es Gewis­sen und die Angst bre­it, dass die während Jahrzehn­ten mit Zwangsab­gaben Geknechteten und von Bil­lag-Kon­trolleuren Geplagten in Massen zu König RTL und anderen frem­den TV-Fürsten über­laufen würden.

Das Gegen­teil ist wahrschein­lich­er. Die SRG-Unternehmen, vor­ab SRF, RTS und RSI, sind bei der Bevölkerung gut ver­ankert und geniessen viel Good­will. Seit Jahren bele­gen Stu­di­en zur Nutzung und Bew­er­tung der Schweiz­er Radio- und Fernseh­pro­gramme im Auf­trag des Bun­de­samts für Kom­mu­nika­tion hohe Akzep­tanzw­erte der SRG-Ange­bote im Bere­ich von 80 Prozent – ins­beson­dere hin­sichtlich Pro­fes­sion­al­ität, Infor­ma­tion­s­ge­halt und Glaub­würdigkeit. Auch son­st sind die SRG-Unternehmen gut aufgestellt, ver­fü­gen sie doch über eine her­vor­ra­gende Infra­struk­tur und beste Mitarbeiter.

 Ein pri­vates Gebührenmodell

 Eine gebühren­freie SRG wird also vor­ab Wege find­en müssen, Beiträge beim Pub­likum ein­fach und wirk­sam ein­sam­meln zu kön­nen. Hier hil­ft die gute Verk­a­belung in der Schweiz, wo Swiss­com-TV und die Kabel­net­z­be­treiber, vor­ab UPC, zusam­men auf eine Reich­weite von über 90 Prozent kom­men. Der SRG muss es nur gelin­gen, dass ihre Pro­gramme im Bün­del mit dem Grun­dan­ge­bot verkauft wer­den. Wer weit­er­hin «den Schweiz­er» schauen will, bezahlt eine etwas höhere Monats­ge­bühr für seinen Anschluss. Wer darauf verzicht­en will, muss ein­fach auf ein Alter­na­ti­vange­bot wech­seln können.

 Tech­nisch gese­hen, lässt sich ein solch­es Vorge­hen forcieren, indem die SRG-Pro­gramme ver­schlüs­selt über­tra­gen wer­den. Das ist bewährte Prax­is, um Pay-TV-Zusatzange­bote zu verkaufen. Auch die draht­lose Ver­bre­itung über DVB-T würde ver­schlüs­selt erfol­gen; die meis­ten Empfänger müssten dann mit ein­er Set-Top-Box ergänzt wer­den. Dien­ste wie Zat­too oder Wilmaa kön­nen solche Vor­gaben eben­falls umset­zen und dabei neue Kun­den gewinnen.

 Ein Grossteil des Pub­likums wird den SRG-Pro­gram­men die Treue hal­ten. Viele dürften sich unter einem sozialen Druck fühlen, die Schweiz­er Pro­gramme abon­niert zu haben, um im Kol­le­gen- und Ver­wandtenkreis weit­er­hin im Bild zu sein und nicht als «unschweiz­erisch» dazustehen.

 Diese SRG-Kun­den wer­den ver­ste­hen und es erwarten, dass auch eine kom­merzielle SRG ihren Wurzeln treu bleibt und in allen Lan­desteilen weit­er­hin ein adäquates Pro­gramm anbi­etet. Dass dabei die Ange­bote in der Westschweiz und im Tessin aus der Deutschschweiz SRG-intern quer­sub­ven­tion­iert wer­den, wird Kon­sumenten etwa so inter­essieren wie der Anteil für Grund­la­gen­forschung, der im Zah­n­pastapreis einkalkuliert ist. Die SRG wird so weit­er­hin zum Zusam­men­halt der vier Lan­desteile beitra­gen und ihr Alle­in­stel­lungsmerk­mal, ihre Swiss­ness, wo immer möglich beto­nen. Spon­soren wer­den Wert darauf leg­en, sich mit diesem guten Anse­hen zu verbinden und die Pro­duk­tion passender Sendun­gen unterstützen.

Mehr Mar­ket­ingfrei­heit­en

Um ihren Erfolg am Markt zu steigern, wird die SRG tun kön­nen, was ihr bish­er weit­ge­hend ver­wehrt blieb: zeit­gemäss­es Mar­ket­ing zu betreiben. Das bet­rifft vor­ab die Pro­dukt- und Preis­gestal­tung, wo flex­i­bel und agil auf neue Bedürfnisse einge­gan­gen wer­den kann, ohne wie bish­er erst die Genehmi­gung der Konzes­sions­be­hörde zu brauchen. Auch bei der Markenpflege und der Wer­bung wird Neues möglich. Chan­cen eröff­nen sich fern­er in der Unternehmensstrate­gie, wo unge­hin­dert neue Wach­s­tums­felder erschliess­bar wer­den. Es wird möglich, über Koop­er­a­tio­nen zu expandieren, sowohl im Inland wie auch im Ausland.

Dass andere Play­er eine markante Rolle ein­nehmen wer­den, ist unwahrschein­lich. Aus­ländis­che Sender schöpfen bere­its mit min­i­malem Aufwand über die Wer­be­fen­ster Geld ab und sind wohl nicht motiviert, ihr Engage­ment im pub­lizis­tis­chen Bere­ich zu ver­grössern, denn sie wer­den kaum entsprechend bessere Wer­beein­nah­men erzie­len. Und ein­heimis­che Medi­en­häuser sind im audio­vi­suellen Bere­ich einzig in Nis­chen unter­wegs und ver­mö­gen aus eigen­er Kraft kaum ein val­ables Konkur­ren­zange­bot auf die Beine zu stellen.

Deshalb sind Koop­er­a­tio­nen in unter­schiedlich­ster Aus­gestal­tung das Gebot der Stunde. Es wird inter­es­sant sein zu beobacht­en, inwiefern tra­di­tionelle schweiz­erische Medi­en­häuser es schaf­fen, von ihrer lange gehegten Anti-SRG-Hal­tung abzurück­en und sit­u­a­tiv Koop­er­a­tio­nen einzuge­hen. Die Admeira-Koop­er­a­tion der SRG mit Swiss­com und Ringi­er im Wer­be­bere­ich wäre so betra­chtet ein erstes mod­ell­haftes Beispiel.

Hil­fe für einzelne Produktionen

Mit einem Gegen­vorschlag liesse sich die «No Billag»-Initiative in zwei Punk­ten verbessern und kön­nten ihre Chan­cen beim Stim­mvolk erhöht wer­den: Weil der schweiz­erische Medi­en­markt unter dem «Fluch des kleinen Mark­tes» lei­det, ist es oft schwierig, gute Medi­en­pro­duk­tio­nen über Wer­bung, Spon­sor­ing und Gön­ner zu finanzieren. Deshalb erscheint es sin­nvoll, dem Bund die Kom­pe­tenz einzuräu­men, einzelne Medi­en­pro­duk­tio­nen zu unter­stützen, und zwar bis zu max­i­mal einem Vier­tel der Kosten.

Ein solch­es Vorge­hen hat sich in Neusee­land seit langem bewährt: Die entsprechende Kom­mis­sion (NZ On Air) beste­ht nur aus sechs Mit­gliedern. Sie kommt nur dann zum Zug, wenn Spon­soren und Wer­be­treibende die vorgeschla­ge­nen Inhalte als wer­tig wahrgenom­men haben und einen mass­ge­blichen Teil der Finanzierung sich­er­stellen. Das erle­ichtert die Auswahl. Die Leis­tungskon­trolle beschränkt sich auf den Nach­weis der vere­in­barten Ver­bre­itung. Bere­its heute gibt es mit Art. 71 der Bun­desver­fas­sung die Film­förderung, die eng mit der SRG und mit Gebühren­geldern verknüpft ist und deshalb bei ein­er Annahme neu zu regeln wäre. Damit kann gle­ichzeit­ig der Auf­gaben­bere­ich für einen staatlich geförderten Ser­vice pub­lic im gesamten Medi­en­bere­ich abgesteckt werden.

Eine Über­gangslö­sung

Zudem erscheint es ange­bracht, die Ini­tia­tive mit ein­er Über­gangsregelung zu ergänzen, um einen abrupten Ein­schnitt zu ver­hin­dern. Falls nötig, kann betrof­fe­nen Medi­enun­ternehmen geholfen wer­den, neue Kom­pe­ten­zen und Koop­er­a­tio­nen aufzubauen, beste­hende langfristige Verträge einzuhal­ten oder neu zu ver­han­deln. Damit kein Dauerzu­s­tand daraus wird, hält der Gegen­vorschlag die Dauer (fünf Jahre) fest und ver­langt, dass die Unter­stützung über die Zeit abnimmt.

Je länger die SRG am Rockzipfel von Mut­ter Hel­ve­tia hängt und nicht von Zwangs­ge­bühren entwöh­nt wird, desto schwieriger wird der länger­fristig unauswe­ich­liche Schritt in die unternehmerische Selb­ständigkeit und zu einem auch kün­ftig erfol­gre­ichen Unternehmen.

 

Unter­stützen Sie die Ini­tia­tive «JA zur Abschaf­fung der Billag-Zwangsgebühren»

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Die No-Bil­lag-Ini­tia­tive gelangt voraus­sichtlich Ende 2017 oder 2018 zur Abstim­mung. Bis zu diesem Abstim­mung­ster­min gibt es noch viel zu tun. Wir sind auf Ihre Unter­stützung angewiesen, um gegen die Über­ma­cht aus SRG, Bil­lag, Ser­afe, Poli­tik und weit­eren Prof­i­teuren des heuti­gen Zwangs­ge­bühren­sys­tems antreten und eine schlagkräftige Abstim­mungskam­pagne zur Überzeu­gung der Stimm­bürg­er führen zu kön­nen. Denken Sie daran, es geht auch darum, dass jed­er Haushalt jährlich 450 Franken sparen kann!

Was hal­ten Sie von fol­gen­dem Vorschlag: Sie lassen uns eine Spende in der Höhe von ein­er oder zwei Bil­lag-Jahres­beiträ­gen zukom­men – und wir wer­den im Gegen­zug alles dafür geben, dass Sie in Zukun­ft nie mehr dazu gezwun­gen wer­den, Bil­lag-Gebühren zu bezahlen? Klingt das fair? Falls ja, dür­fen Sie diesen Deal gerne besiegeln, indem Sie uns eine Spende gemäss Angaben auf unser­er Web­seite zukom­men lassen. Natür­lich dür­fen Sie uns auch kleinere oder grössere Beiträge spenden. Für Ihre Unter­stützung bedanken wir uns ganz her­zlich im Voraus.

Falls Sie weit­ere Infor­ma­tio­nen wün­schen oder Anre­gun­gen haben, dür­fen Sie uns gerne unter info@nobillag.ch kontaktieren.

Mit fre­undlichen Grüssen,

Ihr «JA zur Abschaf­fung der Bil­lag-Zwangs­ge­bühren» — Team

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