20Minuten: «Ein Affront gegenüber allen Konsumenten»

Haushalte müssen fürs Fernse­hen kün­ftig weniger tief in die Tasche greifen. «No Billag»-Befürworter ver­muten einen faulen Trick.
Die «Aktion Medi­en­frei­heit», hin­ter der unter anderem die Nation­al­räte Natal­ie Rick­li (SVP) und Chris­t­ian Wasser­fall­en (FDP) ste­hen, lehnt die geplanten Änderun­gen des Gebühren­mod­ells dedi­ziert ab: «Dem Bun­desrat scheint jedes Mit­tel recht, damit die ‹No Billag›-Initiative keine Mehrheit find­et.» Die Zeche wür­den schlussendlich die Unternehmen zahlen. Da die Angestell­ten schon pri­vat zur Kasse gebeten wer­den, han­dle es sich dem­nach um eine Dop­pelbesteuerung.

20Minuten: «Ein Affront gegenüber allen Kon­sumenten»

Unser Kom­men­tar:
ACHTUNG, der Bun­desrat will euch an der Nase herum­führen. Gestern kündigte er gemein­sam mit dem Abstim­mung­ster­min der No-Bil­lag-Ini­tia­tive (am 4. März 2018) eine leichte Gebührensenkung um rund 20 Prozent an. Aber Vor­sicht! Der Betrag der eingetriebe­nen Zwangs­ge­bühren ändert sich prak­tisch nicht: Neu müssen ein­fach Unternehmen den Rest­be­trag bezahlen, was nichts anderes bedeutet, dass wir alle diese Kosten tra­gen müssen mit­tels höheren Pro­duk­t­preisen und tief­er­en Löh­nen (denn die Unternehmen müssen diese Kosten ja irgend­wie finanzieren).
Zudem kön­nte der Bun­desrat nach gewonnen­er No-Bil­lag-Abstim­mung die Zwangs­ge­bühren ein­fach wieder erhöhen. Denn die angekündigten 365 Franken sind nir­gend­wo in Stein gemeis­selt. Alles Abstim­mungstak­tik und poli­tis­che Spielchen.
Vergessen wir nicht, auch die 365 Franken sind für die meis­ten immer noch sehr viel Geld. Wir wollen endlich selb­st darüber entschei­den kön­nen, welche Medi­en wir kon­sum­ieren und beziehen. Wir wollen unser Leben selb­st bes­tim­men kön­nen und uns nicht von der Poli­tik befehlen lassen, welche Medi­en wir zwangs­fi­nanzieren müssen! Lasst den Bürg­ern endlich die freie Wahl!